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Rohstoffe

Kaolin, auch Porzellanerde bzw. Porzellanton genannt, entstand vor ca. 100 Millionen Jahren. Kaolin ist ein Verwitterungsprodukt des Feldspats. In der Porzellan-Manufaktur Meissen besitzt die Masse einen Kaolinanteil von 65%. Dies begründet die hohe Festigkeit und Belastbarkeit des Meissener Scherbens. In der Folge spricht man in Meissen auch von Hartporzellan.

Der Kaolin wird in Seilitz, im kleinsten Bergwerk Europas, gewonnen. Das Seilitzer Bergwerk, in dem seit 1764 der Rohstoff abgebaut wird, liegt ca. 12 km vor Meißen. Zunächst erfolgte der Abbau des Bodenschatzes im Tagebau; ab 1825 ging man in Seilitz zum Untertagebau über. Jährlich werden rund 150 Tonnen Kaolin in Seilitz abgebaut.

Die Seilitzer Erde gilt als qualitativ besonders wertvoll, denn sie ist verantwortlich für den außerordentlich hohen Weißgrad des Porzellans, für die Standfestigkeit der Artikel und die hohe Bildsamkeit der Masse, welche es wiederum ermöglicht, Details meisterhaft herauszuarbeiten. Zudem sorgt der Kaolin dafür, dass das Porzellan während des Brandes seine Form behält.

Zum Wortursprung: Das Wort Kaolin 高岭土 wird von dem chinesischen Ortsnamen 高岭 Gaoling (von chin.: gāo lĭng = hohe Bergkette) abgeleitet. So heißt ein Ort in der Volksrepublik China, wo die „weiße Erde“, eben das eingedeutschte Kaolin, gefunden wurde (Quelle: wikipedia, Stand 16.11.17).

Feldspat: Feldspat dient in der Masse als Flussmittel (d.h. es bindet den Kaolin) und senkt die Brenntemperatur herab. Der für die Herstellung der Porzellanmasse benötigte Feldspat wird zugekauft.

Quarz: Quarz dient ebenfalls als Flussmittel in der Masse. Außerdem erhöht er die Reinheit und Transparenz des Scherbens. Der für die Herstellung der Porzellanmasse benötigte Quarz wird ebenfalls zugekauft.